Angespielt: Heroes of the Storm

Diablo drischt auf den Lichkönig ein, Raynor jagt Thrall und eine Dämonenjägerin namens Valla feuert aus allen Rohren auf Overwatch-Heldin Tracer. Möglich macht das alles Heroes of the Storm (HotS). Bei dem Spiel treffen Helden und Bösewichte aus den bekannten Warcraft-, Starcraft-, Diablo- und Overwatch-Universen des Spieleherstellers Blizzard aufeinander.

Das Spiel kam im Juni 2015 heraus und folgt dem MOBA-Prinzip von DotA und League of Legends: Zwei Teams treten auf einem Schlachtfeld gegeneinander an. Funktioniert das Teamwork, klappt’s auch meist mit dem Sieg.

Viele Helden. Aber die kosten Zeit – oder Geld.

Da ich eher Gelegenheits-Gamer bin, habe ich mich mit HotS nicht besonders viel beschäftigt – bis vor wenigen Wochen. Da packte mich die Neugier und ich sah mir das Spiel mal genauer an. Die Idee, Helden aus allen bisherigen Blizzard-Spielen gegeneinander antreten lassen zu können, fand ich cool. Schließlich waren Diablo II und Warcraft III Titel, die ich früher gerne gezockt habe. Aber kaum war ich eingeloggt, stand ich vor der schwierigen Frage: Wen nehme ich?

Qual der Wahl

Prinzipiell wird bei den Spielfiguren zwischen Nah- und Fernkämpfern unterschieden. Soviel sei gleich verraten: Nahkämpfer liegen mir überhaupt nicht. Zu hektisch, zu nah dran… das endet für mich als bekennendem „Casual Player“ in der Regel katastrophal. Typischer Ablauf: „Oha, da kommt einer. Schnell, draufhauen. Oh nein, mein Lebensbalken sinkt. Panik! Welche Fähigkeit muss ich jetzt noch glei—? Tot.“

Da gönne ich mir doch lieber die Fernkämpfer. Überblick verschaffen. Diesen auch behalten. Dann reagieren. Wobei ich am liebsten gar nicht kämpfe, sondern eher unterstütze – mit Heilung. Unterstützer bietet HotS einige an. Um das Gameplay im Video festzuhalten, wählte ich den Warcraft-Helden Malfurion aus. Fernkämpfer. Heiler. Klang gut. Doch lief dann am Ende anders. Wie genau? Das könnt Ihr hier sehen:

Okay, es gibt bessere Matches, zugegeben. Aber Malfurion und ich, wir müssen uns halt erst noch aneinander gewöhnen. Dann klappt’s auch mit dem Siegen.

Fazit

Sehe ich nicht häufig: der Siegerbildschirm.

Die teils rasanten Runden machen richtig Laune. Im Schnitt ist ein Match nach etwa 20 Minuten vorbei. Genau das Richtige also für Spieler, die nur mal kurz zwischendurch daddeln wollen. Die Comicgrafik zieht einen sofort rein, der Soundtrack sorgt für Spannung – und wenn dann am Ende dick und fett „Sieg!“ auf dem Bildschirm steht, haben sich (Digital-) Blut, Schweiß und Tränen gelohnt. Und zwar wortwörtlich. Es gibt Erfahrungspunkte und Goldstücke.

Einziger Wehmutstropfen: Die Spielfiguren müssen – abgesehen von der stest wechselnden, kostenlosen Auswahl – nach und nach erworben werden. Entweder gegen erspieltes Gold – oder aber durch echte Euros. Nicht schlimm, sollte man sich nur klar machen. Aber hey: Wo sonst kann ein Hexenmeister aus dem Diablo-Franchise einem Zwerg aus Warcraft schon den Hintern versohlen?

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