Terrorismus: Schmidts tröstende Worte

Zu Hochzeiten des RAF-Terrors, im Jahr 1977, wendete sich der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt an die deutsche Bevölkerung – und sagte den Terroristen mit deutlichen Worten den Kampf an. Auch heute, fast 40 Jahre später und kurz nach dem Attentat auf einen Berliner Weihnachtsmarkt, verfehlen seine Worte ihre Wirkung nicht.

Der Schock sitzt immer noch tief nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am vergangenen Montagabend. Nach dem mutmaßlichen Täter Anis Amri wird gefahndet. Der islamistische Terror scheint endgültig in Deutschland angekommen zu sein.

Das Netz entdeckt Schmidt wieder

In einer Zeit, in der die BILD-Zeitung schlicht mit dem Wort „Angst!“ Stimmung macht, entdeckt das Netz eine knapp 40 Jahre alte Rede von Helmut Schmidt wieder. Damals, im Jahr 1977, wendete sich der SPD-Mann, der um klare Worte nie verlegen war, an die deutsche Bevölkerung – und an die Terroristen:

Schmidt schaffte es, sowohl die Bevölkerung zu trösten und ihr Zuversicht zu geben, als auch den Terroristen klar den Kampf anzusagen. Und ihnen die Vergeblichkeit ihrer Taten aufzuzeigen. Überall tauchen der Video-Clip bzw. Text-Zitate seit dem Berlin-Attentat in den sozialen Netzwerken auf. Auch auf meiner Facebook-Seite:

Die Worte Schmidts, sie spenden auch mir Trost in Zeiten, in denen feige Mörder unsere Freiheit, unsere Art zu leben angreifen – und Hass säen. Gerade in diesen Tagen ist es wichtig, dass wir diesem Hass nicht erliegen. Unsere Werte nicht verraten. Und zusammenhalten.

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